Informationen für Waldeltern

Witterung

Die Waldspielgruppe findet bei fast jedem Wetter statt. Bei extremen Witterungs-Verhältnissen (Sturm, Gewitter, starken Niederschlägen, extremer Kälte) wird ein Rundtelefon gestartet und die Waldspielgruppe nach innen verlegt. Wir treffen uns dann: vor dem Eingangstor des Kinderheim Klösterli, Empertstr. 35, 5430 Wettingen

Abwesenheit

Die Abwesenheit des Kindes (Krankheit, Ferien) ist rechtzeitig der Leiterinnen bekanntzugeben. Es ist nicht möglich versäumte Wald Tage zurückzuerstatten. Muss die Waldspielgruppe von den Leiterinnen abgesagt werden, wird der Beitrag für die ausgefallenen Stunden mit dem neuen Quartal verrechnet. Wir lassen möglichst keine Waldspielgruppe ausfallen. Bei Abwesenheit oder Krankheit einer Leiterin vertreten wir uns gegenseitig.

Ausrüstung / Bekleidung

Die richtige Ausrüstung ist das A und O für Spass und Vergnügen in der Natur.

Aus diesem Grund haben wir nachstehend eine Checkliste zusammengestellt. Wir empfehlen:

Im Winter

Wenn es kalt ist, kleiden Sie Ihr Kind bitte im „Zwiebellook“ (Thermo-Unterwäsche, Faserpelz, zweiteiliger Skibekleidung, Regenkombi). Das heisst mehrere Schichten Kleider übereinander, die je nach Temperatur aus- oder angezogen werden können. Die äusserste Schicht soll wasserdicht sein. Wichtig sind auch warme, wasserfeste Handschuhe (bitte keine Wollhandschuhe) und Schal und eine Mütze, da ein grosser Temperaturverlust über den Kopf erfolgt. Zum Winterfell gehören wasserfeste, bequeme, gefütterte Schuhe mit guten Profil (Wander- oder Winterschuhe, keine Gummistiefel).

Im Sommer

Sonnenhut, festes Schuhwerk (Wanderschuhe, keine Sandaletten), bei Regen Gummistiefel. Bequeme, dünne, lange Hosen (Leggins, Stoff- oder Jogginghosen) und ein langärmliges T-Shirt. Im Wald ist es immer kühler als an der Sonne. Zudem ist während der warmen Jahreszeit Zeckenzeit. Tipp: Auf heller Kleidung werden Zecken leichter entdeckt!

Für Notfälle: Wir haben (für nasse Kleider) Ersatzkleider für die Kinder dabei. Bitte geben Sie diese Ihrem Kind jeweils beim nächsten Waldspielgruppenbesuch wieder mit.

Windeln

Kinder, welche noch auf „Pampers“ angewiesen sind, müssen nicht auf die Teilnahme in der Waldspielgruppe verzichten. Bitte Ersatz-Pampers in den Rucksack mitgeben.

Beschriftung des Materials

Da wir nicht jede Utensilien und Kleider der Kinder kennen, bitten wir Sie alles anzuschreiben. Unser Geheimtipp: Im Internet können lustige, individuelle, selbstklebe „Namensetiketten“ bestellt werden www.logo-2-go.de Diese Etiketten sind bereits mehrfach erprobt und wirklich super.

Betreuung / Sicherheit

Die Kinder werden immer von zwei ausgebildeten Leiterinnen begleitet. Die Leiterinnen nehmen regelmässig an Weiterbildungskursen teil. Die Sicherheit der Kinder ist oberstes Gebot: Nebst einer fundierten Ausbildung für Notfälle, sind in unserem Gepäck ein erste Hilfe-Set und ein Handy dabei.

Gesundheit

Zecken

Durchsuchen Sie Ihr Kind nach jedem Waldtag. Je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Krankheitsübertragung. Schütteln Sie die Kleider gut ab. Entfernen Sie die Zecke sofort. Drücken Sie dabei nicht auf den Hinterleib! Desinfizieren Sie nach der Entfernung Hände und Stichstelle. Merken Sie sich das Datum des Zeckenbisses. Sollten trotz aller Vorsichtsmassnahmen Krankheitszeichen (Hautrötung um Stichstelle, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, allgemeines Unwohlsein, Taubheitsgefühl, Lähmungen) auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Durch eine Blutuntersuchung kann festgestellt werden, ob eine Borellien-Infektion vorliegt. Eine Behandlung mit Antibiotika ist dann notwendig und verhindert Spätschäden. Als vorbeugende Massnahme bitten wir Sie, Ihre Kinder wie oben beschrieben zu kleiden. In Drogerien und Apotheken sind auch Zecken abhaltende Sprays erhältlich. Damit können Sie Ihr Kind vor Waldspielgruppenbeginn einsprayen.

Fuchsbandwurm

Durch richtiges Verhalten (keine Waldfrüchte essen) kann das Risiko einer Infektion durch den Fuchsbandwurm auf ein Minimum reduziert werden.

Schnuppertag

Ein Schnuppertag kann jederzeit nach Absprache mit den Leiterinnen vereinbart werden und ist gratis.

Versicherung

Die Unfall- und Haftpflichtversicherung des Kindes während des Aufenthalts in der Waldspielgruppe sowie auf dem Hin- und Rückweg ist Sache der Eltern. Für die Waldspielgruppe besteht eine Betriebshaftpflichtversicherung.

Ferien & Feiertage

Die Ferien / Feiertage richten sich nach dem Schulferienkalender der Schulen Wettingen - Baden. Während dieser Zeit findet keine Waldspielgruppe statt.

Fotos

Wir machen während des „Waldspielgruppen-Alltags“ gelegentlich Fotos der Kinder. Die Fotos werden auf unserer Homepage aufgeschaltet. Wenn Sie keine Aufnahmen Ihres Kindes möchten, bitten wir Sie dies auf dem Anmeldeformular zu vermerken.

Znüni / Zmittag / Zvieri

Zahnärzte machen darauf aufmerksam, dass nach Jahren des Kariesrückgangs die Karies schon bei kleinen Kindern wieder im Vormarsch ist. Wir möchten als Waldspielgruppe unseren Beitrag leisten, die Karies möglichst tief zu halten. Wir kochen eine gesunde, saisonale Ernährung (Ausnahme Geburtstag). Bitte geben Sie Ihrem Kind ein ungesüsstes Getränk mit (0.5 ltr.).

Geburtstag im Wald

Wir feiern jeweils mit den Kindern im Wald Geburtstag. Die genauen Daten werden mit den Eltern besprochen. Wenn Sie möchten, können Sie ihrem Kind an diesem Tag etwas für das Znüni oder Dessert (Selbstgebackenes, Weggli mit Schoggistängeli, Päckli Guetzli, Muffins etc. oder ein kl. Päckli Smarties) für die ganze Gruppe mitgeben. Kinder verteilen gerne etwas Kleines an ihre Gspänli.

Regeln

Es gibt ein paar wichtige Regeln in der Waldspielgruppe. Diese betreffen v.a. den Umgang untereinander, mit Feuer, mit Stecken, mit Früchten und Pilzen aus dem Wald, mit dem Werkzeug. Wir lernen den Kindern folgende Regeln:

Umgang mit dem Feuer

Die Kinder helfen mit beim Feuermachen; sie dürfen auch anzünden, jedoch immer nur mit Hilfe einer Leiterin, nie alleine. Wenn das Feuer brennt, darf um das Feuer nicht gerannt werden und die Kinder halten sich zusammen mit einer Leiterin in der Nähe des Feuers auf.

Umgang mit Werkzeug

Es wird beim Sägen, Bohren und Hämmern nur auf den „Holzbänkli“ gearbeitet. An den umliegenden Bäume wird weder gesägt, gebohrt noch Nägel eingeschlagen. Wenn man fertig ist, werden die Werkzeuge wieder zurück in die Werkzeugkiste verräumt.

Umgang mit Waldfrüchten

In der Waldspielgruppe essen wir keine Waldfrüchte und Pilze. Wir überlassen diese den Waldtieren. Vor dem Znüni/Zmittag waschen wir uns die Hände.

Umgang mit der Natur

Wir sägen und schnitzen nicht an lebenden Bäumen, Als Besucher und Gäste im Wald verhalten wir uns rücksichts- und respektvoll gegenüber der Natur und ihren Bewohnern. Wir töten keine Tiere und zerstören keine Tierbehausungen.

Umgang untereinander

Alle sollen sich im Wald wohlfühlen. Deshalb ist es wichtig, dass wir auf uns aufpassen und lernen, miteinander umzugehen und Konflikte untereinander zu lösen (Sozialkompetenz). Dies wird am Anfang nur mit Hilfe der Leiterinnen möglich sein und später immer mehr ohne „Kämpfen“ im spielerischen Rahmen soll möglich sein, vorausgesetzt, die am Spiel beteiligen Kinder sind sich einig. Wer nicht mehr mitspielen möchte, lernt „Stopp“ zu sagen. Die Leiterinnen begleiten die Kinder im Spiel.

Alle diese Regeln üben wir immer wieder, wenn sich die Situation ergibt. Das Ziel ist, dass alle sich im Wald und in der Gruppe wohlfühlen und Freude haben.

Stand 2018